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6 Regeln für mehr User Engagement in Facebook Video Ads

Facebook Video Ads

Wenn wir durch unseren Facebook-Newsfeed scrollen, sticht uns eines sofort ins Auge: Ein Video reiht sich an das andere, während klassische Contentformate immer weniger Platz einnehmen. Grund genug, einen Blick auf die Facebook Video Ad zu werfen. Wir geben dir die 6 wichtigsten Regeln mit auf den Weg, mit denen du das Engagement deiner Video-Ads erhöhst!

Der organische Traffic auf Facebook reduziert sich immer weiter, weshalb die Möglichkeiten von Paid Video-Content immer attraktiver werden. Natürlich lassen sich immer noch ordentliche Reichweiten über den organischen Weg erzielen, aber niemand weiß, wie lange das noch funktionieren wird.

Zurzeit ist es eine gute Option, diejenigen Video-Formate zu pushen, die sich bereits als erfolgreich im organischen Feed erwiesen haben. Dabei stuft Facebook Engagement zunehmend als wichtigste Metrik bei der Bewertung von Video-Content und seiner Relevanz ein. Erzeugt dein Content also viele Kommentare (und vor allem lange Kommentare), so wird Facebook ihn als relevant einstufen und ihn mit höheren Reichweiten belohnen.

Mithilfe der folgenden Regeln lässt sich dein Content im Video-Advertising auf Engagement und auf Reichweite optimieren.

 

#1 Nutze die Emotionen des Bewegtbilds

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1.000 Worte. Aber dann sagt ein Video auch mehr als 1.000 Bilder. Videos eignen sich bestens, Emotionen beim Zuschauer zu entfachen. Wenn du eine positive Emotion beim Zuschauer auslöst, bleiben Produkte oder Marken (auch wenn sie nicht unmittelbar im Vordergrund stehen) besser im Gedächtnis.

Durch die Kombination der Sinne Hören und Sehen ist der Branding-Effekt ebenfalls deutlich stärker als bei anderen Medien. Infos aus Videos sind weitaus besser aus dem menschlichen Speicher abrufbar als aus Texten oder von Bildern. Das ist auch der Grund, warum immer noch ein Großteil des Werbebudgets in TV-Werbung gesteckt wird und warum wir manche Werbespots aus der Kindheit einfach nicht aus unserem Kopf bekommen …

 

#2 Erzähle eine Story, die sich zu erzählen lohnt

Zuerst eine unangenehme Wahrheit: Wenn dein Unternehmen nicht gerade Apple oder Tesla ist, wird sich niemand von sich aus für dich und dein Produkt interessieren. Doch keine Angst – wenn du das Ganze in eine ansprechende Geschichte verpackst, sieht die Welt schon deutlich rosiger aus.

Folgende Fragen könnten für Zuschauer interessant sein:

  • Wofür steht dein Unternehmen?
  • Was ist der Antrieb hinter alledem?
  • Für was stehst du jeden Morgen auf?

Bloß nicht auf deine “außergewöhnliche Qualität”, deine “langjährige Erfahrung” und deine “Wertschätzung gegenüber dem Kunden” verweisen. Das behauptet jedes Unternehmen von sich und würde dein Video sterbenslangweilig machen.

Der Kunde will ein Erlebnis, er will unterhalten werden und natürlich erfahren, was du für ihn tun kannst. Video-Content bietet die wohl beste Möglichkeit, um erfolgreiches Storytelling zu betreiben. Dafür ist übertriebene Emotionalität gar nicht immer vonnöten. Viel wichtiger ist eine in sich schlüssige Geschichte, die dein Unternehmen erzählt.

Oftmals reicht es, Situationen darzustellen, die jeder kennt, und die dem Zuschauer ein hohes Identifikationspotenzial bieten. Das kann der Toast sein, der immer auf der Marmeladenseite landet, eine überfüllte Bahn oder welche Situation dein Unternehmen auch immer für den Kunden “lösen” kann.

 

#3 Nutze das passgenaue Targeting von Facebook

Wir haben bereits TV-Werbung angesprochen. Der Vorteil von Facebook Video Ads liegt in einem weitaus besseren Targeting als im klassischen Fernsehen. Somit minimierst du den Streuverlust und sprichst genau die Kunden an, die du haben möchtest. Natürlich solltest du deine Zielgruppe hierzu genau kennen und vorher definiert haben. Für die Eingrenzung bietet Facebook eine ganze Reihe an Parametern:

  • Ort
  • Alter
  • Geschlecht
  • Sprache
  • Interessen
  • Verhaltensweisen

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Targeting Möglichkeiten auf Facebook. Mit dem Werbeanzeigenmanager steht dir ein mächtiges Tool zur Verfügung, das für Einsteiger allerdings schnell zu Überforderung führen kann. Deshalb empfehlen wir vor allem Einsteigern das Retargeting auf Facebook:

 

#4 Nutze Retargeting für Facebook Video Ads

Retargeting auf Facebook ist eine unglaublich starke Waffe, weil du (Video-)Ads noch zielgerichteter ausspielen kannst. Retargeting bedeutet, dass du diejenigen ansprechen kannst, die mit deinem Unternehmen bereits an verschiedenen Touchpoints in Berührung kamen.

Facebook bietet dir z. B. die Möglichkeit, Besucher deiner Website erneut mit Video Ads anzusprechen. Die Wirksamkeit des Retargeting sollte dabei nicht unterschätzt werden. Durch die Begegnung an verschiedenen Touchpoints signalisiert der User bereits ein vorhandenes Interesse an deinem Unternehmen. Mit diesem Wissen kannst du wunderbar individuelle Werbebotschaften an deine Audience senden.

Andersherum funktioniert es aber auch: Facebook erlaubt dir, diejenigen User erneut mit Anzeigen anzusprechen, die deine Video Ad bis zu einem bestimmten Punkt angesehen haben. Auch hier kannst du davon ausgehen, dass diese Gruppe bereits ein erhöhtes Interesse an deinem Unternehmen hat. Conversion Rates sollten hier also generell höher ausfallen.

 

#5 Interagiere mit dem User

Während klassische Werbeformate des Outbound Marketings häufig eine kommunikative Einbahnstraße sind, hat der Kunde in den Sozialen Medien die Möglichkeit, mit dir und deinem Unternehmen direkt zu interagieren und zu kommunizieren. Kunden geben Feedback, stellen Fragen und werden bestenfalls zu Markenbotschaftern. Solche Interaktionen machen dein Unternehmen greifbar für Interessenten und Konsumenten.

Viele Unternehmen lassen die Möglichkeit des digitalen Dialogs links liegen und konzentrieren sich lediglich auf Reichweiten und Tausend-Kontakt-Preise. Diese Marketing-Denke ist veraltet und basiert auf der Annahme, dass Unternehmen nur genug “senden” müssen. Gerade bei Videos können sich durch wirkliche Interaktionen tiefere Beziehungen zum Kunden aufbauen. Der Dialog ist wichtig, er schafft Vertrauen, was sich wiederum positiv auf Kaufentscheidungen und auf die Loyalität zur Brand auswirkt.

 

#6 Teste, was das Zeug hält

Auch wenn du viel Mühe und kreative Energie in dein eigentliches Video stecken solltest, musst du dir im Klaren sein, dass du immer noch Werbung machst. Du willst eine Aktion bei deinem Zuschauer erreichen einen Klick, Like, Kommentar oder Kauf.

Du bist also noch lange nicht fertig, nur weil dein Video fertig im Kasten ist. Denn jetzt heißt es: Teste, was das Zeug hält! Das Prinzip hinter dem A/B-Testing meint das parallele Testen der Originalversion mit einer leicht abgewandelten Version. Hier ein paar Variablen, die du im A/B-Testing von Video-Content gegeneinander testen kannst:

  • Videotitel (häufig unterschätzt, aber mit großem Einfluss auf Klickzahlen)
  • Vorschaubild (vielleicht einer der wichtigsten Hebel, der häufig ungenutzt bleibt)
  • Call-to-Action (hier können Farbe, Größe und Schrift verändert werden)
  • Videolänge (kürzere Videos performen meist besser, aber besser ist es immer, zu testen)

WICHTIG: Einzelne Veränderungen müssen immer isoliert betrachtet werden. Es bringt nichts, wenn du zwei Variablen gleichzeitig veränderst. Denn somit kannst du niemals wissen, worauf die unterschiedliche Performanz genau zurückzuführen war.

 

Fazit

Facebook Video Ads sind weitaus mehr als ein trendiger Hype. Natürlich ist Facebook nicht die einzige Plattform für Paid Video-Content im Internet. So nutzt die Instagram Story Ad das vertikale Handyformat perfekt für Werbebotschaften aller Art. Aber gerade die zahlreichen Konfigurations- und Targeting-Möglichkeiten machen Facebook so interessant für das Video-Marketing.  

Eines ist sicher: Video-Content wird auch in den nächsten Jahren so stark an Relevanz zunehmen, dass das Bewegtbild nicht mehr als einzelne Maßnahme, sondern als ganzheitliche Strategie betrachtet werden muss. Egal ob zur Erhöhung der Conversionrate, zur Steigerung des Bekanntheitsgrads oder zur Aufwertung des Unternehmensimage Video-Content kann den unterschiedlichsten Zielen dienen.

Und wenn du unsere sechs Regeln im Kopf behältst, wirst du Facebook-Video-Marketing auch für dein Business erfolgreich nutzen können.

Über den Autor

Julian Hansmann ist Gründer und Geschäftsführer der BannerBüro GmbH. Seit 2002 beschäftigt er sich mit Display Advertising und den Themen Online Marketing, Design und Unternehmertum. Sie erreichen ihn per E-Mail unter jh@bannerbuero.de